Jaipur in Rajasthan

Ein bebilderter Reisebericht von Uta Kubik-Ritter. Mehr Berichte aus ihrer Feder unter www.kuris-reisen.de

Von Mandawa aus waren es nur 165 km in die Pink City, wie die Metropole Radjastans auch genannt wird. Den Namen hat die Stadt von der vorherrschenden Fassadenfarbe bekommen. Früher war die Stadt eher grau, doch als 1883 anlässlich des Besuches von Prinz Albert die Häuser verschönert werden sollten, erhielten sie alle eine rosa Anstrich. Rosa = die traditionelle Willkommensfarbe!

Wir sind am frühen Nachmittag angekommen. Was lag da näher, als noch eine Stadtbesichtigung mit dem Auto zu machen. Jaipur ist eine lebhafte Stadt. Die Straßen teilen wie auf einem Schachbrett die City in verschiedene Bezirke ein. Hier wohnen die Friseure, dort die Apotheker. Hier wieder die Schneider und im nächsten Straßenzug sind die Schlachter bei der Arbeit.
Wir haben die Geschäfte der Fotografen gesucht (und natürlich auch gefunden). Reklameschilder aller großen Filmmaterial-Hersteller prangten an den Häuserfassaden. Also rein in eines dieser Läden und neue Diafilme gekauft. Umgerechnet liegen die Preise über denen bei uns in Deutschland. Wie war das doch gleich? Strafe muss sein, wenn man nicht genug Filmrollen mitnimmt. Deshalb denken Sie daran: Indien ist so voller Bilder, dass Unmengen von Filmmaterial nötig ist! Lieber einmal mehr auf den Auslöser drücken, als hinterher eine Szene nicht eingefangen zu haben.

Kehrt man auf die Hauptstraße zurück, folgt ihr nach Osten, so ist irgendwann das sicher berühmtesten Bauwerk der Stadt erreicht: der Hawa Mahal, der Palast der Winde. Eigentlich kein Gebäude im herkömmlichen Sinne, sondern nur eine Giebelfront. Dahinter befindet sich ein Treppenhaus, dass zu den Fensterläden führt, durch die die Frauen der damaligen feinen Gesellschaft - vor den Blicken der Männer geschützt - dem Treiben auf der Straße zusehen konnten. Heute sicherlich das Highlight und meistfotografierteste Gebäude der Stadt.

Vor den Toren Jaipur’s liegt Amber, die ehemalige Hauptstadt des Rajputen-Reiches. Strategisch hoch auf einem der umliegenden Hügel erbaut, bietet der Blick von oben herab schöne Fotomotive. Doch erst einmal muss man rauf, vorbei an Souvenirläden und -händler, die alles Mögliche verkaufen wollen. Wir nehmen deshalb - wie die meisten Besucher - einen Reiseelefanten. Bunt bemalt und mit farbenfroher Decke und einer Art Kiste als Sattel versehen, bringt uns der Dickhäuter ruhigen Schrittes auf die Festung Amber. Die Bananen, die wir unserem Jumbo gekauft hatten, nahm er gerne an.

Amber ist heute noch Familienbesitz und z.T. Wohnort der Herrscherfamilie. Ein weiterer Teil aber ist den Besuchern geöffnet und zeigt die damalige Baukunst. Herrliche Wandmosaike aus Glas und Edelsteinen zieren die einzelnen Räume. Ein Museum zeigt eindrucksvoll Dinge aus früheren Jahrhunderten.

So z.B. die zwei größten Silberkannen der Welt (Gangajali genannt). 1896 erstanden, sind die jeweils 345 kg wiegenden Kannen mit dem damaligen Maharaja auf die lange Reise nach England gegangen, gefüllt mit Gangeswasser für seine täglichen rituellen Waschung.

 

                                zurück zur Karte                                       nächster Reisebericht (Amritsar)

 

          Hauptseite                      Hinduismus                     Bilder Indien + Nepal                 Forum                           Sicherheit / Gesundheit

                    Postkarten                 Buchempfehlungen                         Gästebuch                           Links                              Kontakt