Ein bebilderter Reisebericht von Ines und Steffen. Mehr aus ihrer Feder unter www.abenteuer-indien.de.
Teil 1
26.-27.10.2000
Festes regional unterschiedlich ist. In Bombay
bringt man Lakshmi damit in Verbindung während es in Kerala die Göttin
Kali ist, der man an Diwali huldigt. In den meisten Teilen des Landes
bereitet man sich jedoch auf Ramas Rückkehr aus Sri Lanka vor. Er soll laut
einer Legende von einem Herrscher einst auf die Insel entführt worden sein.
Damit Rama den Weg nach Hause findet, entzünden die Inder kleine Kerzen und
Öllampen, die auf Dächern, Mauern sowie Stufen gestellt werden. Außerdem
werden Blumen gestreut und Türen mit Blütenketten geschmückt, um die
Freude über Ramas Rückkehr zu zeigen.
klar, wir gönnen dem Fahrer auch seinen
Feiertag, wollen fast gehen, als der gute Mann auch schon aufgeregt
telefoniert. Lächelnd legt er den Hörer auf und verkündet stolz:
„Sie können heute noch mitfahren, ich habe dem Jeepfahrer Bescheid
gegeben. Er kommt gleich vorbei.“ Happy Diwali, sagen wir lachend und
sind auch sehr stolz auf seine Managementfähigkeiten. Der Jeep kommt, und
fünf 5 junge Inder wollen sich ebenfalls den Feiertag mit einem kleinen
Ausflug verschönern. Die Fahrt in die Wüste ist interessant. Wir sehen
karg bewachsenes, steiniges Land, ab und zu aus Lehm gebaute Häuser.
Ein erster Eindruck auf das, was uns auf der Kamelsafari erwarten wird.
Kurz vor den Dünen, die wahrhaft ein Touristenmagnet sind, bieten eifrige
Kamelbesitzer die Dienste ihrer langbeinigen Höckertiere an. Uns steht
der Sinn aber nicht nach einem Kamelritt, wir wollen lieber die
Silhouetten der Tiere beim Sonnenuntergang mit der Kamera einfangen. Ein
schönes Bild bietet sich uns, als wir den Kamelsammelplatz erreichen. Über
100 Tiere sitzen in Reih und Glied, jedes mit Sattel und bunter Decke
versehen, wartend auf Kundschaft. Gegen 17.45 Uhr beginnt der Wettlauf in
die Dünen. Ganze Kamelkarawanen mit lauter schnatternden Menschen
schleppen sich durch den Sand. Besonders schön sind die Schatten, die
dieser Tross im feinen Sand entstehen lässt. 18.00 Uhr - nun geht es ganz
schnell und die rot glühende Sonne verschwindet hinter Dünen. Für uns
ist das viel schöner als jeder Feiertagstrubel in der Stadt. Na dann:
Happy Diwali!
gewöhnt,
unwissende Touris zu schleppen, hören auf die vier Führer, die uns
begleiten. Trotz hoher Temperaturen macht es Spaß, durch die Wüste zu
reiten. Weit und breit nichts außer vereinzelter Hütten, Ziegen, Schafe.
Die Ruhe ist besonders angenehm. Jeder hängt seinen Gedanken nach...
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